Ersatzbeschaffung: Neue Wärmebildkamera eingetroffen

Wärmebildtechnik ist in der Stützpunktfeuerwehr Schrobenhausen seit über zehn Jahren erfolgreich im Einsatz.

Mit Hilfe von Wärmebildkameras lässt sich, sozusagen durch den Rauch hindurch, ein Wärmebild eines Raumes darstellen. Dieses relativ klare Bild der Umgebung ermöglicht es dem Atemschutztrupp, sich im Brandraum rasch zu orientieren. Das erhöht die Sicherheit des eigenen Angriffstrupps, da absturzgefährdete Teile oder Löcher im Boden sowie Flash-Over Gefahren rasch erkannt werden.

Zeitersparnis ist ein wesentlicher Faktor, der für den Einsatz einer Wärmebildkamera spricht. In einem amerikanischen Feldversuch stellte sich heraus, dass sich die Zeit, um eine bei einem Brand vermisste Person zu finden, durch den Einsatz einer Wärmebildkamera um 75% reduzieren ließ.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Wärmebildtechnik ist die Minimierung des Löschwasserschadens. Es muss nicht mehr auf Verdacht in den Rauch gespritzt werden, sondern Brandherde können rasch erkannt und gezielt abgelöscht werden. Die Versicherungskammer Bayern bestätigt dies mit einer Studie aus dem Jahr 2005. So wurde der durchschnittliche Löschwasserschaden durch den Einsatz einer Wärmebildkamera pro Einsatz um satte 8.000 € verringert.

Wärmebildtechnik kommt in der Feuerwehr Schrobenhausen längst nicht nur bei Brandeinsätzen zum Einsatz. Weitere Aufgabenfelder sind unter anderem:

- Vermisstensuche im Freien

- Füllstände in geschlossenen Behältern prüfen

- Gefahrstoffe auf Flüssigkeiten erkennen

Das aktuell gültige Sonderförderprogramm in Bayern zur Beschaffung von Wärmebildkameras ermöglichte eine wesentliche Kosteneinsparung für die Stadt, da das neue Gerät mit 2.750 € bezuschusst wurde.

 

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